Infosecurity Europe 2014
Michael Meixner besuchte am 30. April die europaweit wichtigste und größte Messe für IT-Sicherheit, Computerforensik und Anti-Terror-Bekämpfung in London
Michael Meixner besuchte am 30. April die europaweit wichtigste und größte Messe für IT-Sicherheit, Computerforensik und Anti-Terror-Bekämpfung in London

Auf der Messe „Infosecurity Europe 2014“ stellten insgesamt mehr als 300 Firmen aus der ganzen Welt Ihre neuesten Produkte zu IT-Sicherheit, Cloud-Sicherheit, Monitoring, IT-Service-Management und Netzwerk-Sicherheit von Layer zwei bis sieben aus.
Diese Veranstaltung hat wieder einmal gezeigt, dass wir in Österreich gar nicht so schlecht aufgestellt sind, jedoch bezogen auf den technischen Fortschritt sicherlich 18 Monate hinterher sind.
Dies kann in Zusammenhang mit dem Thema BYOD durchaus positiv gewertet werden. Das Thema 2014 war klar dominiert mit allen möglichen Cloud-Diensten. Zuerst einmal alles in die Cloud, dann alles in der Cloud verschlüsseln. Anschließend alle BYOD Geräte mit einer MDM Lösung managen, um zum Schluss noch die Cloud selbst überwachen. In zahlreichen Gesprächen mit den Herstellern konnten die Beweggründe näher erläutert werden, warum gerade die restliche Welt nur mehr über die Cloud kommuniziert und Daten austauscht.
Falls diese Welle auch nach Österreich kommt, freue ich mich schon auf die unzähligen Diskussionen auf Basis des bestehenden Datenschutzgesetzes, welches wir in Österreich haben. Meiner Meinung sind wir diesbezüglich mit unseren deutschen Nachbarn deutlich im Vorteil hinsichtlich der Massendatenweitergabe an die USA.
Einerseits sehen die meisten Hersteller den österreichischen Markt nicht als den boomenden Markt an, und andererseits kennen wir die Produkte gar nicht, sodass wir nicht einmal in die Versuchung kommen könnten, diese Produkte zu kaufen und auch einzusetzen.
Anlassbezogen machen einige der Produkte sehr wohl Sinn, in eine Produktevaluierung mitaufgenommen zu werden. Wie immer müssen alle Tools und Programme einmal auf die Funktionalität für den österreichischen Markt getestet werden. Gerne stehen wir Ihnen in den Bereichen der präventiven IT-Sicherheit und IT-Compliance, welche auch AML-Dienstleistungen umfassen, gerne zur Verfügung.
Falls Sie jedoch trotzdem Opfer einer APT Attacke geworden sind, können wir Sie auch zur Nachverfolgung und Aufklärung nach einem Hackangriff unterstützen.
Auf der Computerforensic Expo war der Ansturm schon weitaus geringer, dafür die Security um ein Vielfaches höher. Mittels einer Einladung und eines Photo IDs durfte man bis zum X-Ray vorkommen. Nachdem, wie am Flughafen, sämtliche Überbekleidung und Rücksacke durchleuchtet wurden, durfte man in den Ausstellungsraum des Olympia-Conference-Centers. Nach der Sicherheitskontrolle hatte die Messe aufgrund der Größe schon fast einem familiären Charakter. Die Gespräche mit den Herstellern waren überaus freundlich und diese freuten sich immer über Feedback aus der Praxis. Hier waren natürlich die Produkte der mobilen Forensik federführend. In Bezug auf Sealbags und der sicheren Verwahrung und Handhabung von Klientenfestplatten konnte der lokale Horizont, der in Österreich vorherrscht, erweitert werden.
Im selben Gebäude nur einen Stock darunter fand die Messe für „Counter Terror“ statt. Als Messebesucher der Forencsics Europe Expo hatten wir auch die Berechtigung, die „Counter Terror„ Messe zu besuchen. Hier auf der Counter Terror Expo wurde im Gegensatz zur Forensics Europe Expo das ganze Spektrum auf taktischen Gerätschaften in vollem Umfang sowie umgebaute Sicherheitsfahrzeuge mit modernster Technik präsentiert. Gepanzerte Luxusfahrzeuge bis mobile Einheiten von iRobots mit verschiedenster Munition und Tränengasgranaten wurde fachkundig erklärt.
Gesamtbetrachtet waren diese 1½ Tage auf den drei Messen eine wirklich gute Möglichkeit, sich in Sachen IT-Sicherheit und Computerforensic international auf dem Laufenden zu halten und über den Tellerrand zu schauen.

Cyberkriminalität – Life Hacker beim Wirtschaftsforum